Mein Name ist Jürgen Hajok, ich bin geboren 1961 und aufgewachsen in Ludwigshafen am Rhein. Seit nun schon 35 Jahren wohne ich in Altrip. 

Bis zu meiner Behinderung war ich 32 Jahre bei der BASF Ludwigshafen als Chemielaborant beschäftigt.

Im November 2009 ließ ich mich gegen die Schweinegrippe, einer Variante des Influenza-A-Virus H1N1, impfen. Mit fatalen Folgen...

Am vierten Tag nach der Impfung wurde ich mit Lähmungserscheinungen der Gliedmaßen (Tetraparese) ins Krankenhaus eingeliefert. Schnell wurde die Krankheit GBS (Guillain-Barré Syndrom) diagnostiziert, eine extrem seltene Nervenerkrankung, bei der die isolierende Myelinschicht des peripheren Nervensystems durch eine Autoimmunreaktion, praktisch von körpereigenen Abwehrzellen zerstört wird. Als Folge wurde noch eine Entzündung des Stammhirns diagnostiziert, welche verantwortlich ist für die Dauerschäden.

Es kam zu Atemstörungen, die eine künstliche Beatmung notwendig machten, und zur Tetraplegie, einer Form der Querschnittlähmung, bei der alle vier Gliedmaßen, also sowohl Beine als auch Arme, betroffen sind.

Ich war insgesamt neun Monate im Krankenhaus, und sitze seit meiner Entlassung im Rollstuhl. Ich bin nun ein Pflegefall, der bei allen Dingen des täglichen Lebens auf Hilfe angewiesen ist. Und anstatt eines Gehaltes von meinem Arbeitgeber bekomme ich nun Rente aufgrund 100prozentiger Erwerbsminderung.

Dank umfangreicher therapeutischer Maßnahmen, bin ich heute in der Lage, meinen elektrischen Rollstuhl selbstständig zu steuern und dank spezieller Hard- und Software für den PC ist auch die Kommunikation mit der Außenwelt möglich. Natürlich dauert heute alles viel länger und schon zum Erhalt der bisher wiedererlangten Fähigkeiten sind tägliche Therapien nötig, aber es geht, es ist möglich.

Was gar nicht geht, was ich nur schwer verstehen kann, ist die Tatsache, dass mir vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) des Landes Rheinland-Pfalz die Anerkennung eines Impfschadens versagt wurde. Und das, obwohl ein vom LSJV in Auftrag gegebenes Gutachten zu einem gegenteiligen Ergebnis kommt. Die Angelegenheit beschäftigt nun die Gerichte, wann mit einer endgültigen Entscheidung zu rechnen ist, kann niemand sagen...

Warum diese Videos?

Ich sehe diese Website als kleinen Reiseführer für andere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die trotz Handikap und Hilfsmitteln (Rollstuhl, Rollator, …) in der wunderschönen Natur in und um Altrip unterwegs sein wollen!

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